Nationalpark Volcán Poás
Der Blick in den brodelnden Krater des Poás Vulkans
Der Poás Nationalpark ist mit rund 250.000 Besuchern jährlich der meistbesuchte des Landes. Er liegt 37 Kilometer nördlich von Alajuela, sein Herzstück ist der 2.704 Meter hohe Vulkan Poás, der Besuchern einen spektakulären Blick in sein blubberndes Inneres erlaubt, ohne dass sie ihn vorher mühevoll ersteigen müssen. Eine geteerte Straße führt vom Besucherzentrum direkt zum Krater-Aussichtspunkt. Doch wer den Vulkan selbst in seiner ganzen Größe sehen will, muss früh aufstehen: Denn ab etwa 10 Uhr morgens hüllt er sich in einen Wolkenschleier. Auch ein Besuch während der Trockenzeit ist ratsam. Besonders spannend wird es, wenn der Poás schwefelhaltigen Schlamm und dampfendes Wasser in die Luft speit.
Der Vulkan Poás zählt zu den aktiven Vulkanen in Costa Rica. Der letzte Ausbruch war im Jahr 1953. Damals entstand ein 300 Meter tiefer und Krater mit einem gigantischen Durchmesser von 1,3 Kilometern, sowie zwei Nebenkrater – in einem Davon liegt ein See. 1989 und 1995 kam es zu kleineren Ausbrüchen.
Wandern durch den Krüppelwald im Nationalpark Volcán Poás
Wer am Poás doch noch ein wenig wandern möchte: Vom Kraterrand aus führt ein 30-minütiger Pfad durch den Krüppelwald. Säurehaltige Luft und Kälte ließen dort bizarre Formationen an den Bäumen entstehen. Die zweite Möglichkeit ist eine Wanderung entlang des Sendero Escalonia Pfades, der vor allem bei leidenschaftlichen Vogel-Beobachtern beliebt ist. Mit etwas Glück sieht man sogar den farbenfrohen Quetzal (Februar bis April). Eine weitere, deutlich teurere Alternative sind geführte Touren im Poás Nationalpark.


