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Tortuguero Nationalpark


Der Strand als lebenswichtiger Raum für Schildkröten

tortuguero nationalparkUm die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des karibischen Tieflands für nachkommende Generationen zu erhalten, wurde 1970 der  Tortuguero Nationalpark gegründet. Zum Nationalpark gehört auch ein 35 Kilometer langer Küstenstreifen, der ein wichtiger Eiablageplatz für die vom Aussterben bedrohten grünen Meeresschildkröten ist: Vor allem zwischen Juli und Oktober schwimmen hier massenhaft Schildköten an Land, und verstecken die Eier im Schutz der Dunkelheit im Sand. Sie legen alle zwei bis drei Jahre bis zu hundert Eier. Etwa zwei Monate später schlüpfen die Baby-Schildkröten in der Nacht aus ihren Eiern. Zwischen Februar und April legen im Tortuguero Nationalpark auch die bis zu zwei Meter großen Lederschildkröten ihre Eier in den Sand. Einige Exemplare bringen mehr als 700 Kilo auf die Waage. Damit ist die Lederschildkröte die größte ihrer Art.

Prähistorische Fische in den Lagunen des Tortuguero Nationalparks

Für die Schildkröten ist der Strand lebenswichtig. Der Tortuguero Nationalpark erstreckt sich allerdings weit ins Hinterland und schützt insgesamt ganze 18.946 Hektar Land und Gewässer, die eine große Artenvielfalt beherbergen. In der weit verzweigten Kanal- und Lagunenlandschaft des Tortuguero Nationalparks leben unter anderem Seekühe, Otter, Kaimane und Alligator-Hechte – eine Fischart, die seit prähistorischer Zeit nahezu unverändert geblieben ist. Der Regenwald beheimatet zum Beispiel Jaguare, Affen oder Faultiere – aber auch giftige Frösche, Schlangen, Insekten sowie rund 375 Arten von Vögeln. Und nicht zu vergessen: die rund 400 Baum- und die gut 2.200 Pflanzenarten, die im Tortuguero Nationalpark heimisch sind.

Per Boot durch die Kanäle des Tortuguero Nationalparks

Besonders zu empfehlen ist eine Bootsfahrt durch die Kanäle des Tortuguero Nationalparks. Die kleinen Boote bewegen sich fast im Einklang mit der Natur –  und ermöglichen einmalige Einblicke in die Tier und Pflanzenwelt.

Der Tortuguero Nationalpark ist nur schwer zugänglich – normalerweise erreicht man das Schutzgebiet per Flugzeug oder mit dem Boot von Cariari (Pavona) oder Moin. Idealer Ausgangspunkt für eine Erkundung des Nationalpark  ist das kleine Dorf Tortuguero, das an der nördlichen Karibikküste liegt. Es gibt drei Parkstationen im Nationalpark: die „Cuatro Esquinas Station“ im Süden des Dorfes Tortuguero, die Jalova Station, zugänglich mit dem Boot ab Parismina, sowie die Aguas Frias Station an der Westgrenze des Parks.