Costa Rica Blog abonnieren Costa Rica Reise-Tipps

Cartago


Cartago, die erste Hauptstadt Costa Ricas

Er habe nie ein schöneres Tal gesehen, sagte der spanische Gouverneur Juán Vázquez de Coronado, bevor er sich 1563 entschloss, an der Flussmündung in herrlicher Lage das Städtchen Cartago zu gründen. Cartago wurde die erste Hauptstadt Costa Ricas, in der die Nachfolger Coronados prächtige Kolonialbauten errichten ließen. Doch die Herrlichkeit währte nicht allzu lange: Schon 1723 wurde Cartago bei einem Ausbruch des Vulkan Irazú zerstört, zwei Erdbeben in den Jahren 1841 und 1910 versetzten der Stadt den Todesstoß.

Die Schönheit der umliegenden Bergwelt

Da die Altstadt nie in ihrer ursprünglichen Form wider aufgebaut wurde, ist das heutige Stadtbild eher modern geprägt – aber durchaus attraktiv. Denn immerhin konnte der Vulkan der Schönheit der umliegenden Bergwelt wenig anhaben. Allein die „Basilica de Nuestra Senora de los Ángeles“ wurde jedes Mal wieder aufgebaut. Zu der Basilika im byzantinischen Stil mit ihren schönen Buntglasfenstern pilgern jährlich am 2. August Menschen aus dem ganzen Land, um dort zu beten. Sehenswert ist auch die Kirche „Las Ruinas de la Parroquía (Iglesia del Convento)“ von der heute allerdings nur noch die Außenmauern stehen. Der Ort ist ein beliebter Platz für Picknicker.  Außerdem befassen sich zwei Museen mit der Geschichte der präkolumbianischen Kulturen in Costa Rica: das „Museo de Etnográfia Elias“ in der Nähe des Parque Central und das „Museo de Historia Indígena Kurieti“ in Tobosi.

Im „Lankaster Garden” in Cartago kommen Orchideen-Liebhaber auf ihre Kosten: Charles Lankester gegründete den Garten, in dem sich mehr als 800 Orchideen-Arten, Bäume, Pflanzen und Bambus heimisch fühlen.