Puntarenas
Authentische Tico-Kultur in Puntarenas
Die Hafenstadt Puntarenas ist die nächstgelegene Küstenstadt von San José aus – besonders die Ticos nutzen die Nähe, um am Wochenende der Großstadt zu entfliehen. Für Touristen ist Puntarenas weniger eine Stadt zum Verweilen, als vielmehr ein Ort zur Durchreise. Ein Grund dafür ist die schlechte Wasserqualität aufgrund des großen Industriehafens. Urlauber nuten die Stadt deshalb eher als Ausgangspunkt, um mit der Fähre auf die Halbinsel Nicoya überzusetzen. Dennoch unternimmt die Stadt viel, um die Strände zu säubern. Schließlich bieten sie einen wunderschönen Ausblick auf den Golfo de Nicoya. Auch wer auf der Suche nach authentischer Tico-Kultur ist, findet sie in Puntarenas – gerade weil ausländische Besucher eher selten hier verweilen.
Reichtum durch Kaffee-Export
Puntarenas hatte bis Mitte des 20. Jahrhunderts den größten und bedeutendsten Hafen Costa Ricas. Von hier wurde der Kaffee nach Europa verschifft, die Einnahmen machten Puntarenas damals zu einer hübschen Küstenstadt. Doch schon bald wurde sie von der Pazifik-Stadt Puerto Limón in Sachen Export abgelöst. Auch südöstlich von Puntarenas, in Puerto Caldera, nahm 1981 ein anderer Hafen seinen Betrieb auf – und verringerte die Bedeutung der Hafenstadt Puntarenas erneut.
Sehenswürdigkeiten in Puntarenas
Zu den Hauptsehenswürdigkeiten von Puntarenas zählen die „Casa de la Cultura“ mit einer Kunstgalerie, wechselnden Ausstellungen und Kulturveranstaltungen sowie das „Museo Histórico Marino“, das die Stadtgeschichte von Puntarenas erzählt. Eines der schönsten Gebäude der Stadt ist die Kirche aus dem Jahr 1902. Zum Puntarenas Marine Park gehört ein Aquarium, das Meeresgiganten wie den Mantarochen beherbergt.
Umgebung von Puntarenas: Nationalpark Carara
Einige Tour-Anbieter organisieren Ausflüge zu den nahe gelegenen Inseln „Isla Tortuga“ und „ Isla San Lucas“. Auch die Umgebung hat einiges zu bieten: zum Beispiel den 50 Kilometer von Puntarenas entfernten Nationalpark Carara. Hier können Besucher Relikte aus indianischen Grabstätten erkunden. Außerdem wird der Nationalpark von über 400 Vogelarten bevölkert.


