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Ökotourismus


Ökotourismus in Costa Rica: Reisen mit sozialer Verantwortung

Ökotourismus Costa RicaÖkotourismus meint ein System, in dem sich wirtschaftliche Interessen des Reisens und Umweltschutz ergänzen. Ökologisches Reisen wird häufig mit dem Küzel CSR in Verbindung gebracht. CRS steht für „Corporate Social Responsibilty“, also ein gesellschaftlich verantwortungsvolles Wirtschaften, das gerade in Zeiten des Massentourismus von zentraler Bedeutung ist.

Immer mehr Veranstalter bemühen sich, entsprechend diesem Standard zu wirtschaften. Konkret bedeutet dies, dass sie Verantwortung übernehmen für die Umstände, unter denen die jeweilige Reise stattfindet.

CRS stellt unter anderem folgende Fragen:

- Wie können natürliche Ökosysteme durch Tourismus erhalten werden?

- Wie kann das interkulturelle Verständnis zwischen Reisenden und Einheimischen gefördert werden?

- Wie kann die wirtschaftliche Entwicklung des Ziellandes durch Tourismus gefördert werden?

- Trägt der Tourismus zur Verminderung von Armut bei?

- Werden die Lebens- und Arbeitsrechte der Menschen in den Zielgebieten respektiert?

CSR-zertifizierte Veranstalter von Costa Rica Reisen

Für die CSR-Zertifizierung eines Unternehmens kommt ein umfangreiches Instrumentarium zur Anwendung. Der Reiseveranstalter kann anhand dieses Instrumentariums selber einschätzen inwieweit er soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit übernimmt. Ferner wird ein Verbesserungsprogramm mit klar definierten Zielkriterien erstellt, anhand dessen die Leistung des Unternehmens in Punkto Nachhaltigkeit gesteigert wird. Der Prozess der CRS-Zertifizierung, also die Umstellung auf ökologisches Reisen, dauert nicht selten mehrere Jahre.

forum anders reisen e.V.
CRS-zertifizierte Veranstalter bündelt unter anderem die Internetplattform forum anders reisen e.V., die auch zahlreiche Veranstalter von ökologischen Costa Rica Reisen vorstellt.
http://forumandersreisen.de/index.php

Öko Plus Reisen
Das Angebot des Nürnberger Veranstalters reicht von Trekking- und Wanderreisen über Naturkundliche Reisen bis hin zu Erlebnis-, Abenteuer- und Begegnungsreisen
http://www.oekoplusreisen.de/

Renatour
Im Programm von Renatour finden sich aktuell unter anderem die Familienreise “Costa Rica for Family”, die „Camino Verde Wanderreise“ sowie „Costa Rica pur – Die Regenwaldreise“.
http://renatour.de/

abenteuer & exotik Begegnungsreisen
“Naturwunder aktiv erleben” heißt es unter anderem bei dem Hamburger Reiseveranstalter. Bei dieser Rundreise werden die Urlauber selbst aktiv – beim Wandern, Biken, Rafting oder Reiten aktiv.
http://www.ae-reiseteam.de/Costa-Rica/Reisen-Costa-Rica-Rundreisen.php

Ökotourismus in Costa Rica: Eintrittsgelder für den Erhalt des Urwaldes

Costa Rica gilt als Vorreiter auf diesem Gebiet. Die Grundlage für den Ökotourismus in Costa Rica wurde in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschaffen: mit der Einrichtung der Nationalparks. Das erste staatliche Naturschutzgebiet, die Reserva Natural Absoluta Cabo Blanco, wurde 1963 eingerichtet. In den Neunzigern gab es bereits weit über 100 solcher Naturschutzgebiete in Costa Rica.

Bei den Urlaubern sind die Nationalparks seither ein beliebtes Ausflugsziel. Mit dem Eintrittspreis zahlen Sie gewissermaßen für den Erhalt des Urwalds. Gleichzeitig bescherte der Tourismus der costaricanischen Wirtschaft immense Einnahmen – bis er schließlich Kaffee und Bananen als bis dato stärkste Devisenbringer ablöste. Der Lebensstandard der Bevölkerung stieg an. Der Ökotourismus war geboren, brachte aber neue Herausforderung mit sich: Denn Öko- oder Naturtourismus sind nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit nachhaltigem Tourismus. Die stark wachsende Zahl von Gästen – heute sind es in etwa 1,4 Millionen pro Jahr – belastet die Umwelt auf andere Weise.

Immer mehr Unternehmen versuchen heute, auf die „Grüne Welle” mit aufzuspringen. Kleine, familiär geführte Lodges  sorgten als landestypische Touristen-Unterkünfte zunächst dafür, dass das Geld aus dem Tourismus im Land blieb. Heute kommen jedoch zunehmend ausländische Investoren ins Land und bauen große Hotelanlagen – die gesamte Infrastruktur wird erweitert. Für den Regenwald und sein empfindliches Ökosystem stellt dies eine große Bedrohung dar und schafft neue Umweltprobleme im Land.